Wörth - St. Peter


KIRCHENBRAND OSTERSONNTAG 2016

Am Ostersonntag, 27. März 2017 abends brannte es in unserer Pfarrkirche St. Peter und zog den Innenraum stark in Mitleidenschaft. Gott sein Dank schädigte der Brand die Statik und der Dachstuhl nicht wesentlich.

Seit diesen Zeitpunkt wird der Brandschaden in der Kirche fachgerecht behoben und auch die notwendige Sanierung der Kirche durchgeführt. Voraussichtlich im Frühjahr 2018 werden die Arbeiten abgeschlossen sein.

Die Kosten für die Sanierung der Kirche müssen zu einem nicht unerheblichen Teil durch die Pfarrei aufgebracht werden. Über jede Spenden sind wir deshalb sehr glücklich und sagen dafür ein herzlichen Vergelts´s Gott!

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Weit in die Historie unseres Bistums reicht die Geschichte unserer Pfarrei St. Peter zurück. Denn im Jahr 788 wird in einer Urkunde ein Priester Otker zu Weride, also Wörth, erwähnt und da befinden wir uns fast noch in der Zeit des Heiligen Korbinian, der um etwa 730 in Freising gestorben ist. Dass es sich um eine sehr alte Pfarrei handelt, darauf weist auch die Tatsache hin, dass unsere Kirche den heiligen Petrus als Kirchenpatron hat: Denn Peterskirchen sind alte Kirchen. Wo aber diese alte Kirche, der Vorläuferbau der jetzigen, gestanden hat und wie sie ausgesehen hat, das wissen wir nicht mehr. Und die Verbindung zum Bischofsitz Freising zeigt sich auch im Wappen der weltlichen Gemeinde Wörth, weil sich auch dort der Freisinger Mohr findet.

Der Kirchenbau, wie wir ihn heute als barocke Kirche vorfinden, geht auf Pfarrer Johann Paul Ostermayr zurück, der von 1716 bis 1748 Pfarrer in Wörth war. Da die damals bestehende Kirche baufällig und zu klein war, wurden der Erdinger Baumeister Johann Baptist Lenthner mit der Errichtung und Erdinger Handwerker mit der Innenausstattung beauftragt, der Landshuter Kirchenmaler Matthias Daburger schuf 1755 das Hochaltarbild, das die Aufnahme des hl. Petrus in den Himmel zeigt. Der Heilige Sebastian und der Heilige Florian flankieren das Hochaltarbild und Christian Jorhan hat den wunderschönen Tabernakel gefertigt. Einheimische und regionale Künstler zeigten ihr ganzes Können, auch in den Deckenfresken, die Szenen aus dem Leben des Apostelfürsten darstellen. An der barocken Kanzel finden sich Bildnisse des heiligen Paulus mit dem Schwert und von Jesus als Guten Hirten, der Abschluss der Empore zum Kirchenvolk hin zeigt uns die zwölf Apostel. Die Seitenaltäre sind auf der linken Seite dem Heiligen Laurentius und rechts der Heiligen Katharina geweiht. So dient der ganze Kirchenraum durch Bilder der Verkündigung und nimmt uns Besucher in den Raum der Heiligen und des Heiligen hinein.

Die Lichtarchitektur des Baus kommt durch die hohen geschwungenen Fenster voll zur Geltung, die Gestaltung ist prachtvoll und hell: „Ein Haus voll Glorie schauet…“ Was nicht zuletzt aber auch am schönen Zwiebelturm liegt, der wie ein mächtiger Zeigefinger in den Himmel weist und aus allen Richtungen, von nah und fern, zu sehen ist. 1982 wurde die letzte Renovierung mit viel Eigenleistung beendet. Der damalige Erzbischof, Kardinal Josef Ratzinger, der jetzige Heilige Vater Benedikt XVI, schrieb in einem Grußwort: „Gerne wäre ich der Einladung Ihres Herrn Pfarrer Huber, gefolgt, Ende 1982 den Dankgottesdienst mit Ihnen zu feiern. Wenn nun die neue Aufgabe, zu der mich der Heilige Vater berufen hat, dies nicht mehr zulässt, so möchte ich Ihnen allen doch versichern, dass ich dem von Ihnen geleistetem Werk hohe Anerkennung zolle und im Herzen Ihnen stets verbunden bleibe…“

Eine so schöne und prächtige Kirche ist eine Aufgabe, sie muss erhalten und gepflegt und sie muss mit Leben gefüllt werden. Denn sie soll sein: Ein Ort der Liturgie und der Sakramente, ein Ort der Verkündigung und des Hörens.