Juli - Dezember 2016


Juli 2016


18.07.2016

PFARRBRIEF SOMMER 2016

„Berufung ist zugleich Gabe und Aufgabe“

Liebe Mitchristen! Liebe Leserinnen und Leser!

 

Im Buch des Propheten Jesaja lesen wir u.a.:  „…ich hörte die Stimme des Herrn, der sagte: ´Wen soll ich senden, wer wird für uns gehen?` Ich antwortete: ´Hier bin ich, sende mich!`“ (6,8). Unser Blick an diesem Sommer richtet sich insbesondere auf Einen von uns, der diese Antwort des Propheten zu Seiner gemacht hat: Tobias Eibl! 

Ja! Tobias Eibl aus Walpertskirchen hat zu unserem Herrn gesagt: „Hier bin ich, sende mich“ und er dient Gott und seiner Kirche als geweihter Priester. Wir danken Gott für diese Gabe und gratulieren Tobias zu dieser Berufung, die er ernst genommen hat und der er gerne gefolgt ist.  Die Gabe Gottes (Be-rufung) ist nämlich mit einer Aufgabe (Nachfolge) untrennbar verbunden! Gott kommt zu dem Menschen, so wie er ist. Der Mensch versucht dann nicht aus eigener Kraft zu handeln, sondern ist bereit, sich im Namen Gottes Schritt für Schritt helfen zu lassen. Wir wünschen unserem Tobias bereichernde Begegnungen als Christ und Geistlicher und Gottes reichen  Segen auf seinem Lebensweg. 

Aufbrechen und handeln tun auch unsere Ministranten/innen, sowie zahlreiche Frauen und Männer, die ehrenamtlich in den verschiedenen Gremien und Veranstaltungen oder hauptamtlich als Mesner/in, Organist/in, Pfarrsekretär/in, Ordensfrau, Ordensmann, Diakon oder Priester zu ihren vielfältigen Berufungen stehen, Farbe bekennen und dadurch sagen: „Hier bin ich, sende mich!“  

Ein Kindergarten- bzw. Schuljahr geht zu Ende. Unseren berufenen Erzieher/innen - Lehrern/innen, die sich um unsere Kinder und Jugend tatkräftig kümmern und sich für die Bot-schaft des Friedens und des Verständnisses unter Menschen und Völkern einsetzen, sind wir zu einem großen Dank verpflichtet. 

Wir, Hauptamtliche vom Pfarrverband, wünschen Ihnen, dass Sie spüren können: Die Hand Gottes ruht in allem auf Ihnen. So wünschen  wir Ihnen allen erholsame und wohltuende Sommerferien.

Ihr/Euer Dr. Guy-Angelo Kangosa Pfarradministrator


Christsein als Berufung – Christsein als Beruf

Ihren Beruf wählen sich die meisten Menschen selbst. Zumindest sollte das so sein. Selbst in Zeiten knapper Lehrstellen sollten junge Menschen wählen können, ob sie Tischler oder Konditorin, Finanzbeamter oder Lehrerin, Arzt oder Schauspielerin werden. Daran zeigt sich, dass das Wort „Beruf“ seine ursprüngliche Bedeutung geändert hat. Ursprünglich bedeutete „Beruf“ nämlich „Berufung“. Da suchte man sich seinen Platz im Leben und seine Tätigkeit nicht selbst aus, son-dern andere berufen einen, und man folgt diesem Ruf.

Bei einem Priester ist das ja so, denn sie sind von  Jesus Christus gerufen. Ja, bei einem Priester hängt das mit einer Berufung zusammen, und das gibt diesem Beruf eine besondere Würde. Wegen dieser Würde wird die Berufsbezeichnung dann zum Titel: „Herr Pfarrer “. Es geht dabei gar nicht darum, ob Diakon Christian Pastötter dieser Mensch nun in seinem Verhalten eine besondere Würde an den Tag legt oder gar besondere Ehre verdient hat, es geht einfach um das Amt, das ihm per Berufung übertragen ist und in dem er nicht für sich selbst handelt, sondern für den Herrn Jesus Christus.

Eine Berufung verleiht Amtswürde, nicht persönliche Würde. Aber Gott ruft uns allen zu: „Ihr sollt der Berufung würdig leben, mit der ihr berufen seid.“ (Eph 4,1) Es geht  um eine Berufung, die alle Christen betrifft. Alle Christen haben einen Beruf im ursprünglichen Sinn, alle Christen sind von Gott in ein Amt berufen, das seine eigene Würde hat. Diese Berufung ist unsere Taufe, das Amt aber ist das Christ sein. Wir alle, die wir getauft sind, sind Christen von Beruf. Mit der Taufe hat unser berufliches Leben als Christ angefangen, so wie bei einem Priester mit der Berufung sein Dienst in einer neuen Gemeinde beginnt.

Was aber die Würde dieses Berufs ist, was das für ein großes Amt ist, das lehrt Gottes Wort an anderer Stelle: Könige und Priester sind wir, die wir mit der Taufe zum Christ sein berufen worden sind! Was für eine herrliche Würde – nicht, weil wir so gute Menschen sind, sondern weil Gott uns berufen hat. Freilich haben wir diese Berufung nicht dazu bekommen, dass wir uns in ihrer Würde einfach nur sonnen und damit prahlen. Sie ist vielmehr mit ei-ner Aufgabe verbunden. Gott erwartet von uns, dass wir das Amt ausfüllen, in das er uns berufen hat – wie es ja auch bei anderen Berufen der Fall ist. Darum schreibt der Apostel Paulus: „So ermahne ich euch nun, dass ihr der Berufung würdig lebt, mit der ihr berufen seid.“ Wir sollen uns also der Würde, die wir als Christen verliehen bekommen haben, nun auch würdig erweisen.

Wenn unser Beruf „Christ“ ist, dann heißt das, dass wir nun auch wie Christen leben sollen. Wie machen wir das? Wie erweisen wir uns unseres Christenberufs würdig? Eigentlich ist das ganz einfach: Wir tun das, was Gott von uns erwartet! Er hat uns diesen Beruf gegeben, also stehen wir in seinem Dienst und tun das, was er will. Was also genau soll ein Christ machen, wie soll er leben? Eigentlich ist auch diese Frage ganz einfach zu beantworten. Gott erwartet keine großen oder ungewöhnlichen Leistungen von uns, sondern er erwartet, dass wir in Liebe und Treue leben, und zwar an der Stelle, wo er uns hingestellt hat: in der Familie, in der Gemeinde, in der Gesell-schaft; mit den Gaben und Aufgaben, die er uns gegeben hat. In Liebe und Treue – das sind die Hauptsäulen des Christenberufs.

In Liebe – also so, dass unser Ver-halten stets dem Mitmenschen dient und Gott erfreut, wie Jesus das vor-gelebt hat. Das sieht natürlich bei den verschiedenen Menschen sehr unter-schiedlich aus, je nach den Lebensumständen. Der Apostel Paulus gibt im folgenden Vers darum auch nur einige allgemeine Stichworte mit auf den Weg, die im Umfeld von Liebe stehen: Demut, Sanftmut, Geduld; eigentlich alles nichts Besonders. Ein Chef er-wartet von seinen Angestellten keine überraschenden Sonderleistungen, sondern nur dies, dass sie treu dienen, dass sie zuverlässig ihren Job machen. Nicht anders ist das bei Gott. Zur Liebe tritt also die Treue. Darum: Füllt nur treu euren Platz aus, an den Gott euch gestellt hat, dann erfüllt ihr damit zu-gleich euren Christenberuf. Seid treu als Ehemänner oder Ehefrauen, als Väter oder Mütter oder Kinder, als Angestellte oder Unternehmer, als Gemeindeglieder, als Priester, als Staatsbürger oder was auch immer euer Platz in der Gesellschaft ist. Gott erwartet nichts Großes von uns, nur Treue und Liebe. Wenn wir so leben, dann leben wir un-sere Berufung würdig; dann leben wir als Christen.

Leben wir denn so? Werden wir unserer Berufung gerecht? Was bedeutet das, wenn wir merken: Wir leben nicht unsere Berufung? Heißt das, dass wir gefeuert werden, weil wir die Erwartungen nicht erfüllen? Im Erwerbsleben ist das ja so: Wenn ein Angestellter die Erwartungen seines Dienstherrn nicht erfüllt, kann er entlassen werden. Könnte uns Gott also enttäuscht aus der Taufgnade entlassen, weil wir seinen Erwartungen nicht gerecht werden? Gottes Antwort ist klar und eindeutig: „Nein, niemals wer-de ich euch entlassen! Niemals kündige ich euch meine Barmherzigkeit auf, meinen Gnadenbund, den ich in der Taufe mit euch geschlossen habe!“ 

Bei Gott ist es anders als in der Welt: Wir müssen uns bei ihm nichts verdienen; auch wenn wir versagen, bleibt er uns treu und steht zu unserer Berufung. Wir sind und bleiben nicht deshalb Christ, weil ich wie ein Christ lebe oder mich wenigstens darum bemühe, sondern deshalb, weil Gott mich durch Jesus Christus erlöst und mit der Taufe in dieses Amt berufen hat. 

Nur eine Möglichkeit gäbe es, dieses Amt zu verlieren, und das wäre, wenn ich es von mir aus aufkündigte und sagte: Ich will kein Christ mehr sein. Dann nämlich würde ich aufhören zu glauben, und dann verlöre ich das ewige Leben. 

Wir alle haben einen wunderbaren Beruf, einen unkündbaren Job für alle Ewigkeit: Wir sind Christen.

Christian Pastötter, Diakon



24.07.2016

BENEFIZKONZERT FÜR DIE KIRCHENSANIERUNG

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31.07.2016

WÖRTHER SOMMERKONZERT



September 2016


27.09.2016

Kirche gemeinsam neu gestalten.

FIRMUNG 2016

Acht Firmlingen aus unserer Pfarrei spendete am Dienstag, 27.09.2016, in der Pfarrkirche Hörlkofen zusammen mit den Firmlingen aus Hörlkofen H.H. Abt Markus Eller das Sakrament der Firmung.

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Die jungen Christinnen und Christen in unserer Pfarrei.

oben links Carola Huber (Firmgruppenleiterin) | Felix Königsbauer | Christina Herrmann | Kilian Gneißl | Anja Steinborn (Firmgruppenleiterin) | unten links Dr. Angelo Kangosa (Pfarrer) | Andreas Goretzki | Melina Gruber | Natallia Panitz | Jana Haimmerer | Sophia Jell | Abt Markus Eller


Alle Firmlingen der Pfarreien Hörlkofen und Wörth mit den Firmgruppenleiterinnen

Pfarrer Dr. Angelo Kangosa und H.H. Abt Markus Eller.



November 2016


13.11.2016

Benefizkonzert zugunsten der Kirchenrenovierung

am Sonntag, 13.11.2016, um 17.00 Uhr Pfarrheim Wörth

mit Yuka und Robert Grüner


Der Pfarrgemeinderat lädt zu dieser Benefizveranstaltung mit Bewirtung herzlich ein.


Klassische Geigerin aus Japan trifft bayerischen Kirchenmusiker in Salzburg. Zuallererst das Studium, dann aber auch die Liebe…. ja, die Liebe zur Barockmusik führte Yuka und Robert Grüner zusammen. Die beiden Instrumentalisten können die Spielfreude und die Lust am gemein-samen Musizieren nicht leugnen. Sie wird in der alten Aufführungspraxis, also dem artgerechten  Spiel auf historischen Instrumenten geradezu herausgefordert. Vieles was die Komponisten des 18. Jahrhunderts nicht aufs Papier brachten, überlassen sie ihren Interpreten. In Corellis ausge-lassener „la folia“ oder H.I.Fr. Bibers tierischen Sonata representativa weckt die Musik die lustigen Lebensgeister alla „Allegro con spirito“. Außerdem sind Werke von Jean-Marie Leclair, Carl Phillip Emanuel Bach und Georg Phillip Telemann zu hören. 




Dezember 2016


Dezember 2016

PFARRBRIEF WEIHNACHTEN 2016

GRUSSWORT

Liebe Leser,

Pfarradministrator Dr. Kangosa wurde entpflichtet und ich als sein Nachfolger eingesetzt. Seit dem 01. November scheint die Zeit zu rasen. Denn die Aufgaben und auch Probleme haben sich aus meiner Sicht multipliziert. Ehrlich gestanden habe ich eigentlich keine Zeit für Weihnachten oder wäre auch nicht der Stimmung „O dulci iubilo“ zu singen. Vielleicht geht es ihnen ja im Advent ähnlich – hoffentlich aus anderen Gründen.

Ich bin also der Neue: Mein Name ist  Pfarradministrator  Dr. Jan-Christoph Vogler. Ich bin seit 6 Jahren Pfarrer von Altenerding – Mariä Verkündigung, seit 4 Jahren Leiter der Stadtteilkirche Altenerding-Klettham und seit Februar Prodekan des Dekanats Erding. Geboren und aufgewachsen bin ich in München.

Das nur kurz zu meiner Person, gibt es doch viele Dinge, die ich Ihnen schreiben muss, da nicht alles so bleiben kann, wie es ist. Ich bitte Sie, das nicht als Schikane aufzufassen. Nichts läge mir ferner. Aber jeder Pfarrer hat seine eigenen Vorstellungen und auch Erfahrungen bezüglich Dingen, die sich bewährt haben. Andererseits gibt es aber auch gewisse Vorgaben, die sowohl die Lehre der Kirche, wie auch die Wünsche des Erzbischofs und des Diözesanrats betreffen, und die man umsetzen sollte. Manches ist auch nur meine Meinung. Manches ist auch dem Umstand geschuldet, dass ich vorhabe, meinen Beruf ohne Schäden (Herzinfarkt, Schlaganfall o.ä.) zu überstehen.

Dr. Jan-Christoph Vogler, Pfarrer



GEISTLICHER IMPULS

"In jener Gegend lagerten Hirten auf freiem Feld und hielten Nachtwache bei ihrer Herde. Da trat der Engel des Herrn zu ihnen und der Glanz des Herrn um strah-lte sie. Sie fürchteten sich sehr, der Engel aber sagte zu ihnen: Fürchet euch nicht, denn ich verkünde euch eine große Freude, die dem ganzen Volk zuteil werden soll: Heute ist euch in der Stadt Davids der Retter geboren; er ist der Mes-sias, der Herr. Und das soll euch als Zeichen dienen: Ihr werdet ein Kind fin-den, das, in Windeln gewickelt, in einer Krippe liegt“.  (Lk 2,8-12).

Das Geheimnis von Weihnachten ist, dass es das Fest des Vertrauens und der Hoffnung ist, das Ungewissheit und Pessimismus überwindet.

Gott kommt, um unter den Menschen zu wohnen. Er tut dies in ärmlichsten Verhältnissen: in einem einfachen Stall. Er will keine un-nahbare Gottheit sein, sondern er zeigt sich uns in einer menschlichen Person als der Gott-mit-uns. Im Kind von Bethlehem macht Gott uns das Geschenk seiner Liebe. Der Grund unserer Hoffnung ist dieser: Gott ist mit uns, er vertraut uns noch. Jesus ist der Gott-mit-uns. Gott wählt die Erde als seine Wohnstatt, um mit dem Menschen zu sein, um dort angetroffen werden zu können, wo dieser seine Tage der Freude und des Schmerzens verbringt. 

So ist die Erde nicht mehr nur ein „Tal der Tränen“ sondern der Ort, an dem Gott selbst sein Zelt aufgeschlagen hat, ein Ort der Begegnung Gottes mit dem Menschen, der Solidarität Gottes mit den Menschen. Die Liebe ist eine geistliche Kraft, die uns verwandeln will. Die Geburt Jesu bringt uns die schöne Botschaft, dass wir unendlich und einzeln von Gott geliebt sind. Gott, der sich für uns erniedrigt, lädt  uns ein, ihm ähnlich zu werden, uns klein zu machen mit den Kleinen und arm mit den Armen. Wir müssen den Brüdern und Schwestern helfen, die in Not sind, dass sie sich nicht alleine fühlen. 

Unsere solidarische Präsenz an der Seite der Schwachen und Armen soll nicht nur mit Worten, sondern mit Gesten zum Ausdruck bringen, dass Gott allen nahe stehe. Jesus sagt uns, dass alles, was wir für den geringsten unserer Brüder und Schwestern Gutes tun, wenn wir ihnen Nahrung geben, wenn wir sie aufnehmen, sie besuchen, sie trösten und stärken, das gleiche bedeutet, als hätten wir dies dem Sohn Gottes getan. Es gibt jemanden, der Jesus seine ganze Liebe geschenkt hat, und das ist seine Mutter Maria. Sie dürfen wir bitten, uns bei unserer Christus-nachfolge zu begleiten, im Antlitz des Schwachen und Benachteiligten das Bild des menschgewordenen Sohnes Gottes zu erkennen und Zeugen und Zeuginnen seines Lichtes und seines Friedens in der Welt zu sein, nach dem wir in der Tiefe unseres Herzens streben.

Christian Pastötter, Diakon



26.12.2016

STERNSINGERAKTION 2017 

In den letzten Tagen waren 38 Sternsinger in unserer Gemeinde unterwegs und erreichten ein Spendenergebnis von 5459,22 Euro. Ein herzliches Vergelt´s Gott an die fleißigen Kinder, deren Eltern und Begleiter und vor allem an die Spender.